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Einzelhandelskaufmann/-frau Ausbildung

Du gehst offen auf Menschen zu und kannst dir vorstellen, diese kompetent zu beraten und vom Kauf eines Produktes zu überzeugen? Wenn du keine Angst vor Konflikten hast und sorgfältiges Arbeiten auch unter Zeitdruck kein Problem für dich darstellt, ist die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau eine gute Wahl. Von uns bekommst du alle wichtigen Infos mit an die Hand: Passende Ausbildungsplätze, Inhalte, Voraussetzungen, Ablauf, Bewerbung, Gehalt und Karriere.

Einzelhandelskaufmann: Der Beruf im Überblick

Der Beruf des Einzelhandelskaufmanns bzw. der Einzelhandelskauffrau ist sehr beliebt und reiht sich regelmäßig in die Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe ein. Und das nicht ohne Grund: Der Job ist nicht nur leicht zugänglich und sehr abwechslungsreich, er bietet auch enorm gute Aufstiegschancen.

Als Kaufmann/-frau im Einzelhandel bist du in erster Linie für die Beratung von Kunden und den Verkauf der Waren zuständig. Du sorgst aber auch dafür, dass die Regale jederzeit gefüllt sind und tätigst Bestellungen, wenn dem nicht so ist. Bei Eintreffen der neuen Ware übernimmst du die Wareneingangskontrolle und sorgst beispielsweise dafür, dass bei der Lagerung von verderblichen Produkten die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Zudem hast du stets im Blick, was die Konkurrenz macht und passt den eigenen Warenfluss und das Sortiment entsprechend an.

Als Einzelhandelskaufmann/-frau arbeitest du überall dort, wo Waren verkauft werden. Um welche Produkte es sich dabei handelt, ist abhängig von deinen Interessen. In folgenden Einzelhandelsgeschäften kannst du beispielsweise tätig werden:

  • Supermärkte
  • Tankstellen
  • Baumärkte
  • Modehäuser
  • Kaufhäuser
  • Lebensmittelfachgeschäfte
  • Versandhandel

Einzelhandelskaufmann

Ausbildung: Entdecke dein

Talent im Handel!

Steckbrief: Einzelhandelskaufmann/-frau Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsform

duale Ausbildung

Erforderlicher Schulabschluss

Haupt- oder Realschulabschluss

Ausbildungsgehalt

zwischen 755 und 1.150 Euro

Ausbildungsinhalte: Was lerne ich während der Ausbildung?

Als Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau verkaufst du Waren aller Art. Was im ersten Moment vielleicht simpel klingen mag, ist tatsächlich ein sehr umfangreicher Aufgabenbereich. Doch keine Sorge, die Ausbildung bereitet dich optimal auf diese Herausforderung vor und macht einen echten Allrounder im Einzelhandel aus dir.

In der Berufsschule begegnest du neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Englisch folgenden fachspezifische Fächern:

  • Verkauf und Werbemaßnahmen
  • Warenwirtschaft und Kalkulation
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Geschäftsprozesse im Einzelhandel

Im letzten Ausbildungsjahr wählst du außerdem drei Wahlqualifikationen. Du kannst zwischen folgenden Möglichkeiten wählen:

  • Beratung von Kunden in komplexen Situationen
  • Beschaffung von Waren
  • Warenbestandssteuerung
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Marketingmaßnahmen
  • Onlinehandel
  • Mitarbeiterführung und -entwicklung
  • Vorbereitung unternehmerischer Selbstständigkeit

Die theoretischen Inhalte aus der Berufsschule bereiten dich auf die tägliche Arbeit im Betrieb vor. Du erfährst beispielsweise alles rund um die Themen Warenbeschaffung, -präsentation, -annahme, -lagerung und -pflege. Zudem lernst du, Verkaufsgespräche zu führen und auch besondere Verkaufssituationen, wie Beschwerden und Reklamationen von Kunden, erfolgreich zu meistern.

Eine weitere wichtige Tätigkeit, die dir im Arbeitsalltag begegnen wird, ist die Abwicklung aller Prozesse rund um den Kassenbereich. Auch die Planung des Personaleinsatzes und die kompetente Mitarbeiterführung kann nach der Ausbildung in deinen Tätigkeitsbereich fallen und wird schon während deiner Einzelhandelskaufmann/-frau Ausbildung fleißig geübt. Nicht unwichtig ist außerdem, dass du die Organisation deines Ausbildungsbetriebes und die Stellung auf dem Markt fachlich einordnen kannst. Auch spielen während der gesamten Ausbildung im Betrieb wichtige Themen wie Umwelt- und Gesundheitsschutz eine bedeutende Rolle.

Voraussetzungen: Was muss ich für die Ausbildung erfüllen?

Formale Voraussetzungen

Für den Zugang zur Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Ausbildungsbetriebe stellen allerdings überwiegend Azubis mit gutem Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.

Kommst du im Rahmen deiner Ausbildung bei deiner täglichen Arbeit mit Lebensmitteln in Berührung, benötigst du eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Welche Schulfächer sind wichtig?

  • Mathematik
  • Deutsch

Du fragst dich bestimmt, warum du Inhalte aus dem Mathe- und Deutschunterricht brauchst, richtig? Wir klären dich auf: Mathematikkenntnisse sind wichtig, da du beispielsweise am Ende deiner Schicht für die Abwicklung der Kassenabrechnung zuständig bist. Zudem kann es beim Bezahlvorgang eines Kunden bzw. einer Kundin von Vorteil sein, die Beträge bereits im Kopf zu addieren.

Keine Sorge, du musst natürlich keine Gedichtanalyse verfassen und auch keine Erörterung schreiben. Allerdings ist eine höfliche und verständliche Ausdrucksweise sowohl gegenüber den Kunden als auch in der Gegenwart deiner Arbeitskollegen wichtig. Zudem trägt eine gute und sichere Rechtschreibung häufig zu einer problemlosen Durchführung von verschiedenen Arbeitsabläufen bei.

Bist du in deiner Schullaufbahn bereits mit Fächern aus dem Bereich Wirtschaft in Kontakt gekommen, ist das sehr hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Alle relevanten Inhalte lernst du spätestens in der Berufsschule.

Persönliche Voraussetzungen

Falls deine Noten in den oben aufgelisteten Fächern nicht die allerbesten sind, lass den Kopf nicht hängen. Denn auch wenn Schulnoten bei der Bewerbung für eine Einzelhandelskaufmann/-frau Ausbildung nicht ganz unwichtig sind, sollte der Beruf auch menschlich zu dir passen. Du kannst also auch mit deiner Persönlichkeit punkten.

Da bei deiner Arbeit als Einzelhandelskaufmann/-frau der Kundenkontakt im Fokus steht, ist es besonders wichtig, dass du viel Wert auf einen freundlichen und respektvollen Umgang mit deinen Mitmenschen legst und sehr kommunikativ und wortgewandt bist. Zudem solltest du für bestimmte Arbeitsabläufe Verantwortung übernehmen können und keine Scheu vor eigenständiger Arbeit haben. Dein zukünftiger Ausbildungsbetrieb erwartet außerdem viel Ehrgeiz und Eigeninitiative von dir.

Vermutlich ist dir bewusst, dass es im Einzelhandel kaum Geschäfte gibt, die samstags geschlossen haben. Deshalb solltest du mit der Arbeit am Wochenende kein Problem haben. Aber keine Sorge: Solltest du für die Samstagsschicht eingeteilt werden, bekommst du als Ausgleich einen anderen Tag unter der Woche frei.

Auch sollten dir die körperlichen Anforderungen bei der Tätigkeit als Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau bewusst sein. Du arbeitest beispielsweise häufig im Stehen, räumst Regale ein oder flitzt für die kompetente Beratung deiner Kunden/-innen durch den gesamten Laden. Körperliche Arbeit kann anstrengend sein, hält dich aber auch fit.

Wie läuft die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ab?

Die Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. In bestimmten Fällen hast du aber die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer um sechs oder zwölf Monate zu verkürzen. Das ist beispielsweise noch vor Ausbildungsstart möglich, wenn du einen höheren Schulabschluss in der Tasche hast oder bereits Vorkenntnisse im Handel mitbringst. Doch auch im Laufe der Ausbildungszeit kannst du bei sehr guten Leistungen in Berufsschule und Betrieb deine Ausbildung in Absprache mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und dem Unternehmen verkürzen.

Übrigens gibt es eine Ausbildung, die der Einzelhandelskaufmann/-frau Ausbildung sehr nahekommt: Die Verkäufer/in Ausbildung. Diese dauert nur zwei Jahre.

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, bist du gleichzeitig Arbeitnehmer/in und Schüler/in. In der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen deines Berufs kennen und hast die Möglichkeit, diese im Betrieb praktisch umzusetzen und konkrete Aufgaben zu übernehmen. In den meisten Fällen arbeitest du drei bis vier Tage pro Woche im Ausbildungsbetrieb und drückst die restlichen ein bis zwei Tage die Schulbank. Einige Unternehmen bieten zusätzlich zum Berufsschulunterricht interne Schulungen an.

Bei der Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann/-frau gibt es inzwischen keine klassische Zwischen- und Abschlussprüfung mehr, wie du es vielleicht von anderen dualen Ausbildungsberufen kennst. Die Abschlussprüfung gliedert sich in zwei Teile und wird als „Gestreckte Prüfung“ bezeichnet. Das Ergebnis beider Teile fließt in die Endnote mit ein. Der erste Teil findet nach dem zweiten Ausbildungsjahr statt und beinhaltet schriftliche Aufgaben folgender Prüfungsbereiche:

  • Verkauf und Marketing
  • Wirtschaft und Rechnungswesen
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Den zweiten Teil absolvierst du am Ende des dritten Jahres. Dabei wirst du in folgenden Bereichen überprüft:

  • Geschäftsprozesse im Einzelhandel
  • Fallbezogenes Fachgespräch

Das Ergebnis beider Prüfungen fließt in die Endnote mit ein. Hast du beide Teile der Prüfung erfolgreich gemeistert, bist du staatlich anerkannte/r Kauffrau/-mann im Einzelhandel.

Während deiner gesamten Ausbildungszeit hast du meist einen festen Ansprechpartner bzw. eine feste Ansprechpartnerin im Unternehmen, der bzw. die dich bei deiner täglichen Arbeit betreut und bei Fragen stets ein offenes Ohr für dich hat. Auch die Lehrer/innen der Berufsschule stehen dir mit Rat und Tat zur Seite. In der Regel führst du als Ausbildungsnachweis während der gesamten Ausbildungszeit ein Berichtsheft.

Wie bereits erwähnt, ist es im Einzelhandel üblich, dass auch samstags gearbeitet wird. Da du als Azubi ein vollwertiges Teammitglied bist, bleibst du von der Arbeit am Wochenende häufig nicht verschont. Dafür kannst du dich aber auf einen freien Tag unter der Woche freuen.

Bezahlvorgang im Einzelhandel

Wie bewerbe ich mich für die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann?

Der Zugang zur Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau Ausbildung ist eine aussagekräftige Bewerbung. Um dich von deinen Konkurrenten/-innen abzuheben, legen wir dir ans Herz, dir beim Erstellen deiner Bewerbungsunterlagen besonders viel Mühe zu geben. Lass die Unterlagen auch am besten noch mal von einer weiteren Person durchsehen. Für hilfreiche Tipps empfehlen wir dir unseren Artikel Bewerbung für die Ausbildung.

Wie das Bewerbungsverfahren abläuft, ist abhängig vom jeweiligen Unternehmen. Im Einzelhandel ist es denkbar, dass du deine Unterlagen persönlich im Geschäft abgibst. Das erfordert eine große Portion an Mut, gibt dir aber auch die Möglichkeit, dich kurz persönlich vorzustellen und deiner Bewerbung ein Gesicht zu geben. Das verschafft dir vielleicht sogar einen Vorteil gegenüber deinen Konkurrenten, die ihre Unterlagen per E-Mail verschicken. Selbstverständlich ist die persönliche Abgabe kein Muss und auch nicht bei allen Unternehmen möglich und gewünscht. Einige Betriebe verfügen über ein eigenes Bewerbungsportal, wo du deine Unterlagen hochladen musst. Die Bewerbung per E-Mail ist die gängigste Variante.

Welche Unterlagen deine Bewerbung enthalten sollte, kannst du in den meisten Fällen der Stellenanzeige entnehmen. In der Regel schickst du aber folgende Unterlagen mit:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Schulzeugnisse
  • evtl. Nachweise bereits absolvierter Praktika

Gefällt dem Personaler bzw. der Personalerin deine Bewerbung, kommst du in die nächste Runde. Einige Unternehmen sieben mithilfe eines Einstellungstests die ersten Bewerber aus und laden nur diejenigen zum Erstgespräch ein, die den Test erfolgreich bestanden haben. Anderen reicht das Vorstellungsgespräch, um die Eignung des Bewerbers bzw. der Bewerberin feststellen zu können. Es gibt auch Betriebe, die ein Assessment-Center veranstalten. Dort musst du dich in verschiedenen Übungen beweisen und besser abschneiden als die anderen Bewerber.

Gehalt: Was verdiene ich während und nach der Ausbildung?

Während der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann

Neben anderen Aspekten, die bei der Wahl für einen Ausbildungsberuf eine bedeutende Rolle spielen, ist auch die Ausbildungsvergütung nicht ganz unwichtig. Wir weisen allerdings darauf hin, dass dein exaktes Gehalt von verschiedenen Faktoren wie der Branche, der Unternehmensgröße und dem Standort abhängig ist. Auch entscheidend ist, ob dein Ausbildungsbetrieb an tarifvertragliche Vereinbarungen gebunden ist. Eines gilt jedoch für alle Unternehmen gleichermaßen: Die Ausbildungsvergütung steigt mit jedem Lehrjahr an und wird im Ausbildungsvertrag festgehalten.

Beim Thema Gehalt spricht man in der Regel immer vom Bruttogehalt. Dieser Betrag erscheint am Ende des Monats aber leider nicht auf deinem Konto. Davon gehen noch einige Steuer- und Sozialversicherungsabgaben ab. Der Betrag, der nach den Abzügen noch übrigbleibt, ist der Nettobetrag und auch der, der auf dein Konto überwiesen wird. Im nachfolgenden Abschnitt ist ebenfalls von Bruttobeträgen die Rede.

Seit 2020 steht dir laut dem Berufsbildungsgesetz § 17 eine Mindestvergütung von

  • 585 Euro Bruttomonatsgehalt im ersten Ausbildungsjahr,
  • 690,30 Euro Bruttomonatsgehalt im zweiten Ausbildungsjahr,
  • 789,75 Euro Bruttomonatsgehalt im dritten Ausbildungsjahr und
  • 819 Euro Bruttomonatsgehalt im vierten Ausbildungsjahr

zu, wenn du deine Ausbildung im Jahr 2022 beginnst. Die Mindestvergütung für Auszubildende wurde 2020 eingeführt. Der Betrag, der dir im ersten Ausbildungsjahr zusteht, erhöht sich jedes Jahr. Wenn du deine Ausbildung also erst 2023 beginnst, erhältst du mehr Geld als jetzt. Während deiner Ausbildung bekommst du außerdem nicht jedes Jahr das gleiche Gehalt. So kannst du dich in deinem zweiten, dritten und vierten Jahr über mehr Geld freuen. Als Grundlage für die Berechnung dient das Gehalt deines ersten Ausbildungsjahres. Folgende Prozentsätze, die auch im Berufsbildungsgesetz festgelegt wurden, werden je nach Lehrjahr, in dem du dich befindest, hinzuaddiert:

  • für das zweite Jahr: 18 Prozent
  • für das dritte Jahr: 35 Prozent
  • für das vierte Jahr: 40 Prozent

Viele Unternehmen vergüten allerdings auch über diesen Betrag hinaus. Laut der Bundesagentur für Arbeit liegt dein Ausbildungsgehalt als Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau im ersten Jahr l zwischen 755 und 900 Euro, im zweiten zwischen 805 und 1.005 Euro und im dritten Jahr bei 935 und 1.150 Euro.

Nach der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann

Nach der Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau Ausbildung gilt die Devise: Je mehr Berufserfahrung du mitbringst, desto mehr Gehalt kannst du fordern. Im Umkehrschluss bedeutet das also, dass du direkt im Anschluss an deine Ausbildung gehaltstechnisch nicht zu viel erwarten darfst. Dein Einstiegsgehalt liegt zwischen 1.500 und 2.100 Euro. Durch das Sammeln von praktischer Erfahrung und nicht zuletzt auch durch weiterbildende Maßnahmen (siehe Abschnitt Karrieremöglichkeiten), kannst du diesen Betrag deutlich steigern. Im Durchschnitt liegt das Gehalt eines Einzelhandelskaufmanns bzw. einer Einzelhandelskauffrau in Deutschland, unabhängig von Berufserfahrung und Personalverantwortung, zwischen 2.500 und 3.300 Euro. Hinzu kommt das 13. Gehalt, also Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld, welches einige Unternehmen ihren Arbeitnehmern zahlen.

Welche Karrieremöglichkeiten habe ich nach der Ausbildung?

Hast du die Abschlussprüfungen erstmal hinter dich gebracht und das Ausbildungszeugnis in der Tasche, kannst du richtig durchstarten. Viele Unternehmen bieten Übernahmechancen, doch auch wenn es aus irgendeinem Grund nicht funktionieren sollte, musst du dir keine Sorgen um einen Job machen. Bei einem Wechsel solltest du darüber nachdenken, ob du der Branche deines Ausbildungsbetriebs treu bleiben möchtest. Gegen einen Branchenwechsel spricht dein bereits gesammeltes Fachwissen, mit dem du auch bei anderen Unternehmen dieser Art ordentlich punkten kannst. Doch auch der Eintritt in eine andere Branche ist möglich. Bedenke dabei aber, dass du dich in den jeweiligen Zweig neu reinfuchsen musst. Umso besser also, wenn du dir bereits vor Ausbildungsbeginn genau überlegst, mit welchen Waren du dich tagtäglich auseinandersetzen möchtest.

Als Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau hast du es nicht besonders schwer, die Karriereleiter hinaufzuklettern. Aber natürlich gilt auch hier, wie bei allen anderen Berufen: Je höher deine berufliche Qualifikation ist, desto höher ist die Chance auf eine Führungsposition. Du kannst beispielsweise die Tätigkeit als stellvertretende/r Fillialeiter/in, Fillialeiter/in oder Verkaufsleiter/in anstreben.

Um dir deinen Traum einer höheren Position zu erfüllen, hast du verschiedene Möglichkeiten: Nachdem du im Anschluss deiner Ausbildung ein Jahr als Einzelhandelskaufmann/-frau gearbeitet hast, kannst du beispielsweise eine Weiterbildung zum/zur Handelsbetriebswirt/in IHK absolvieren. Hast du (Fach-)Abitur, kannst du stattdessen auch ein akademisches Studium aufnehmen. Dafür bietet sich beispielsweise ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Handel an. Egal, für welche Weiterbildungsmaßnahme du dich im Endeffekt entscheidest, du hast in der Regel immer die Möglichkeit, diese berufsbegleitend oder in Vollzeit zu absolvieren. Entscheidest du dich für die erste Variante, sammelst du weiterhin Berufserfahrung und erhältst dein reguläres Gehalt.

Wir wollen aber auch noch mal betonen, dass du gar nicht zwangsläufig eine Weiterbildung machen musst. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass es nicht unbedingt leicht ist, sich ohne mehrjährige Berufserfahrung, im Kampf um die heiß begehrte Führungsposition gegen erfahrene Kollegen durchzusetzen. Mit einer entsprechenden Weiterbildung steigerst du also die Chancen auf eine Führungsposition .

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