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IT-Systemelektroniker/in Ausbildung

Es stimmt einfach: Ohne IT läuft kein Unternehmen. Kein Wunder also, dass der Beruf IT-Systemelektroniker/in in vielen Branchen so wichtig ist. Wenn du ein Händchen für Computer sowie technische Fragen hast und gerne tüftelst, gut logisch denken kannst und dich nicht vor Verantwortung scheust, könnte die Ausbildung IT-Systemelektroniker/in das Richtige für dich sein. Wir erklären dir, was du in der Ausbildung lernst, was du in den Beruf mitbringen solltest, wie die Ausbildung abläuft und wie deine Karriereaussichten sind.

 

IT-Systemelektroniker/in: Der Beruf im Überblick

IT-Systemelektroniker/innen löschen Brände. Doch wirklich, manchmal sogar im buchstäblichen Sinne! Stell dir zum Beispiel vor, dass du für die Einrichtung des Brandmeldesystems an einem Flughafen oder in einem großen Firmengebäude zuständig bist – du überlegst, wie die verschiedenen Arten von Rauchmeldern miteinander vernetzt sein sollten, programmierst die Anlage, installierst sie, prüfst sie und bist Ansprechpartner/in, wenn es zu Störungen kommt. Okay, vielleicht löschst du keine Brände, aber du hilfst, sie zu verhindern!

Das ist natürlich nur ein sehr spezifisches Beispiel von sehr vielen Bereichen, in denen IT-Systemelektroniker/innen gefragt sind. Viele der Aufgaben in diesem Beruf haben aber mit Soft- und mit Hardware, mit Informatikkenntnissen und elektronischem Handwerk zu tun. Hinzu kommen analytisches Denken, Sorgfalt und Verantwortung. Denn auch das „normale“ IT-System eines großen Konzerns zum Beispiel ist sehr fehleranfällig und muss präzise programmiert und überwacht werden, damit oft hunderte von Mitarbeiter/innen gut ihren Job machen können und vor Hackern und ähnlichen Gefahren geschützt sind.
Installation, Service und Instandhalten von IT-Systemen, Fehlersuche und -beseitigung, Beratung von Kund/innen, sogar die Planung und Durchführung von IT-Lösungen gehören zu deinem Berufsprofil. Ebenso kann das Arbeiten vor Ort an Systemen und an Endgeräten zu deinen Tätigkeiten gehören. Deshalb ist es wichtig, sich mit Elektrotechnik auszukennen und keine zwei ganz linken Hände zu haben – selbst zu schalten und zu schrauben gehört zum Job.

Alle Infos
zur Ausbildung

Steckbrief: IT-Systemelektroniker/in

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsform

duale Ausbildung

Erforderlicher Schulabschluss

gesetzlich keine Mindestvorgabe, die meisten Azubis haben aber einen mittleren Bildungsabschluss

Ausbildungsgehalt

zwischen ca. 700 und 1047 Euro im ersten Lehrjahr

Ausbildungsinhalte

Was du in der Ausbildung lernst, ist genau in der „Verordnung über die Berufsausbildung zum IT-System-Elektroniker und zur IT-System-Elektronikerin“ festgehalten – die Ausbildungsordnung wurde übrigens noch im Februar 2020 überarbeitet, du musst also nicht befürchten, dass du angestaubte Inhalte aus den 90ern serviert bekommst (das Berufsbild gibt es nämlich schon seit 1997).

Die Ausbildungsinhalte gliedern sich in zwei große Bereiche, einmal in die sogenannten „berufsprofilgebenden“ und einmal in die „integrativ zu vermittelnden“ Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Das heißt eigentlich nur, dass du einerseits Dinge lernst, die du ganz konkret im Arbeitsalltag als IT-Systemelektroniker/in brauchst, andererseits aber auch Kenntnisse erwirbst, die wichtig sind für die Arbeit in einem Unternehmen. Dazu gehört z.B., dass du weißt, wie dein Ausbildungsbetrieb aufgebaut ist, wie die Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften aussehen und dass du dich etwas mit Arbeits- und Tarifrecht auskennst.

Folgende konkrete berufliche Fähigkeiten erlernst du unter anderem:

  • Planen, Vorbereiten und Durchführen von Arbeitsaufgaben in Abstimmung mit den kundenspezifischen Geschäfts- und Leistungsprozessen
  • Informieren und Beraten von Kund/innen
  • Entwickeln, Erstellen und Betreuen von IT-Lösungen
  • Umsetzen, Integrieren und Prüfen von Maßnahmen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz
  • Installieren und Konfigurieren von IT-Geräten und IT-Systemen
  • Installieren von Netzwerkinfrastrukturen und Übertragungssystemen
  • Durchführen von Service- und Instandsetzungsarbeiten an IT-Geräten und IT-Systemen und an deren Infrastruktur
  • Prüfen der elektrischen Sicherheit von Geräten und Betriebsmitteln

Falls du dir unter der einen oder anderen Sache nichts Konkretes vorstellen kannst – keine Panik, das ist normal! Wenn dir alles schon etwas sagen würde, bräuchtest du ja keine Ausbildung mehr. Und bedenke, du hast drei Jahre Zeit, um das alles zu lernen, und dein/e Ausbilder/in und Berufschullehrer/innen unterstützen dich. Eine zumindest vage Vorstellung von IT-Lösungen und elektrischen Gegebenheiten solltest du allerdings möglichst schon mitbringen, dazu mehr im Punkt zu den Voraussetzungen.

Unter die „integrativ zu vermittelnden“ Fertigkeiten fallen dann laut Verordnung:

  • Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien

Die Ausbildung kann übrigens sowohl in Industrie und Handel als auch im Handwerk absolviert werden. Dementsprechend lernst du all diese Dinge nicht immer im gleichen Umfeld. Je nach Ausbildungsbetrieb bekommst du vermutlich einen tieferen Einblick in ein oder mehrere Fachgebiete.

  • digitale Infrastruktur
  • leitungsgebundene Netze
  • Funknetze
  • virtuelle Netze
  • Computersysteme
  • Endgeräte
  • Sicherheitssysteme

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Viele formale Voraussetzungen gibt es für einen Ausbildungsplatz als IT-Systemelektroniker/in nicht. Wie wir weiter oben im Steckbrief schon angemerkt haben, gibt es keinen vorgeschriebenen Schulabschluss, die Betriebe können theoretisch einfach selbst entscheiden, wen sie einstellen möchten.

In der Praxis sieht es dann aber doch so aus, dass Bewerber/innen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife bevorzugt werden. Im Jahr 2019 etwa hatten laut Bundesagentur für Arbeit und Bundesinstitut für Berufsbildung 52 Prozent der zukünftigen IT-Systemelektroniker/innen einen mittleren Bildungsabschluss, 32 Prozent hatten die Hochschulreife, sieben Prozent einen Hauptschulabschluss und nur ein Prozent keinen Schulabschluss.

Damit du für eine duale Ausbildung an einer Berufsschule angenommen wirst, brauchst du auf jeden Fall einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Solltest du zu Beginn deiner Ausbildung jünger als 18 sein, benötigst du zudem eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.

Persönliche Voraussetzungen

Generell solltest du ein technisches Grundverständnis, Interesse an Computern und IT sowie logisches Denken, Verantwortungsgefühl, Sorgfalt und Kommunikationsskills mitbringen.

Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, ob es bestimmte Schulfächer gibt, die dir Spaß machen sollten. Ganz wichtig: Es ist keinesfalls in Stein gemeißelt, dass du in einigen Fächern Dauereinsen vorweisen solltest, um das Zeug zur System-Elektroniker/in zu haben. Aber es schadet sicherlich nicht, wenn du in einigen Fächern ein gewisses Talent hast und dir im Stundenplan vor ihnen nicht gegraut hat. Dazu gehören:

  • Informatik, denn: IT, Computer, Programmieren, Soft- und Hardware gehören natürlich zum Job.
  • Mathe, denn: Rechnerisches und logisches Denken sowie technische Parameter und elektrische Größen zu berücksichtigen, ist bei der Arbeit gefragt.
  • Englisch, denn: Viele Handbücher und Anleitungen sind auf Englisch verfasst und große Konzerne arbeiten u.a. auch international.
  • Physik, denn: Du solltest bitte nicht beim elektrotechnischen Teil an einem Schlag versterben.
  • Technik und/oder Werken: Ein gewisses handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit sind für Reparatur, Wartung und Instandhaltung von Geräten von Vorteil. Es kann zudem sein, dass Schaltpläne u.ä. gezeichnet werden müssen.

Wie gesagt, du musst nicht alles gleich gut können und niemand kann alles. Aber einige Interessen und Stärken helfen definitiv. Dazu gehören außerdem noch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, sowohl mit Teamkolleg/innen klarzukommen als auch mit Kund/innen kommunizieren zu können. Solltest du im direkten Kontakt mit Kundschaft arbeiten, musst du schließlich herausfinden können, wie genau die Kundenwünsche aussehen und erklären können, was wie umgesetzt wird. Je nach Kund/in fällt das manchmal leichter und manchmal etwas schwerer.

Ablauf

Falls du dich eigentlich gefreut hattest, der Schulbank entkommen zu sein: Tut uns leid, an der Berufsschule kommst du in der dualen Ausbildung nicht vorbei. Aber du hast ja die Arbeit im Betrieb als Ausgleich, insofern kann es ganz schön sein, Abwechslung zu haben und neue Leute kennenzulernen. Der schulische Unterricht kann entweder regelmäßig an ca. zwei Tagen in der Woche erfolgen oder aber du hast Blockunterricht, bist also für längere Phasen komplett in der Schule und dann wieder komplett im Betrieb.

Im sogenannten Ausbildungsrahmenplan (du findest ihn in der Ausbildungsverordnung) gibt es eine grobe Zeiteinteilung, wann dir welche Inhalte vermittelt werden sollen. In der Praxis kann es sicherlich mal vorkommen, dass Inhalte vorgezogen oder geswitcht werden, schließlich muss man im Arbeitsalltag flexibel sein. Generell sollte es aber so sein, dass du in deiner Ausbildung bestimmte Inhalte aus beiden Lernbereichen (den berufsspezifischen und den übergreifenden) zu bestimmten Zeitpunkten lernen solltest, manches baut ja zum Beispiel logisch aufeinander auf.

So lernst du etwa in den ersten 18 Monaten deiner Ausbildung, wie du …

  • … Bedarfe von Kund/innen feststellst sowie Zielgruppen unterscheidest.
  • … betriebliche Vorgaben und rechtliche Regelungen zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz einhältst.
  • … IT-Geräte und Komponenten für IT-Systeme auswählst.
  • … Maßnahmen zum Schutz gegen elektrische Gefährdungen triffst und umsetzt.

In den folgenden 18 Monaten lernst du dann u.a. wie du …

  • … Nutzer/innen in die Maßnahmen zur IT-Sicherheit einweist.
  • … Störungsmeldungen entgegennimmst, Fehler eingrenzt und Vorschläge zur Störungsbeseitigung unterbreitest.
  • Netzwerkinfrastrukturen und Übertragungssysteme unterscheidest und auswählst.
  • Algorithmen formulierst und Anwendungen in einer Programmiersprache erstellst.

Auch in der Berufsschule gibt einen Rahmenlehrplan, der die Inhalte zeitlich strukturiert. So lernst du zum Beispiel…

  • … im ersten Jahr, wie du Clients in Netzwerke einbindest,
  • … im zweiten Jahr, wie du Daten systemübergreifend bereitstellst und
  • … im dritten Jahr, wie du den Betrieb und die Sicherheit vernetzter Systeme gewährleistest.

Manchmal kommt es vor, dass dir Inhalte überbetrieblich vermittelt werden, falls dein Betrieb nicht alle Inhalte allein abdecken kann. Mit ganz viel Glück hast du eventuell sogar die Chance, schon in der Ausbildung Einsätze im Ausland zu begleiten, wenn du etwa in einem großen Konzern ausgebildet wirst, der international arbeitet.

Übrigens: Die Regelausbildungsdauer liegt bei drei Jahren, prinzipiell kann die Ausbildungszeit aber verkürzt werden. Dafür musst du Rücksprache mit deinem Ausbildungsbetrieb halten und zusammen mit diesem einen entsprechenden Antrag an die zuständige Kammer stellen.

Prüfungen

Leider geht es nicht ganz ohne: Prüfungen. Die Prüfung findet in zwei Teilen statt, der erste Teil im vierten Halbjahr der Ausbildung (also zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres), der zweite Teil dann am Ende der Ausbildungszeit.

Im ersten Prüfungsteil „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“ zeigst du, was du bislang gelernt hast. Im zweiten Teil gibt es dann mehrere Prüfungen zwischen je 60 und 90 Minuten, darunter ein Teil, in dem du auch eine Projektarbeit vorstellst. Die Bereiche sind:

  • Erstellen, Ändern oder Erweitern von IT-Systemen und von deren Infrastruktur (dies ist der Teil mit der Präsentation)
  • Installation von und Service an IT-Geräten, IT-Systemen und IT-Infrastrukturen
  • Anbindung von Geräten, Systemen und Betriebsmitteln an die Stromversorgung sowie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Die Prüfungsteile werden unterschiedlich gewichtet und wenn es nicht so gut klappen sollte, hast du für bestimmte Bereiche noch die Möglichkeit einer mündlichen Ergänzungsprüfung in einem Fachbereich.

Behandschuhte Hände arbeiten an einem Schaltkreis

Bewerbung

Zunächst einmal brauchst du natürlich die passende Stelle, auf die du dich bewerben möchtest – schau dafür doch am besten gleich einmal in unsere Ausbildungsplatzbörse!

Bewerbungen fallen manchen Menschen einfach sehr leicht und anderen unglaublich schwer. Falls du zur letzteren Gruppe gehörst, solltest du aber nicht verzweifeln. Nicht nur, dass du mit Sicherheit Freund/innen und/oder Familienmitglieder finden wirst, die gerne für dich Korrekturlesen oder dir fragliche Punkte in deinem Lebenslauf ausreden. Wir haben außerdem Tipps für dich zusammengestellt, die dir eine Stütze sein sollen. Du findest sie in unserem Artikel Bewerbung für die Ausbildung.

Ganz wichtig ist, dass du keine Inhalte abschreibst und dir ebenso nicht einfach von anderen Bewerbungen schreiben lässt. Du solltest ebenfalls Standardfloskeln vermeiden und Sätze, die sich selbst in den Schwanz beißen, wie zum Beispiel „Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil ich mich für die Stelle interessiere“. Das passiert schneller als man denkt, vor allem, wenn man vielleicht an den ersten „richtigen“ Bewerbungen sitzt. Überlege dir einfach genau, warum du den Beruf IT-Systemelektroniker/in spannend findest und warum du denkst, dass er gut zu dir und deinen Fähigkeiten passt. Wenn du eine Stelle wirklich haben möchtest, liest man das oft heraus, weil du authentisch schreiben kannst. Was aber nicht heißt, dass du auf den Grammatikcheck und deine Korrekturleser/innen verzichten solltest!

Achte auch genau darauf, wie die Unternehmen deine Bewerbung bekommen möchten. Per Mail ist inzwischen der Standard, du wirst vermutlich lange suchen müssen, um die Aufforderung „bitte nur per Post“ lesen zu können. Manchen Firmen möchten ausschließlich über eine Registrierung in ihren eigenen Bewerbungsportalen kontaktiert werden, vor allem sehr große Unternehmen oder Verbände sind häufig so organisiert. Pass zudem auf, dass du deine/n Ansprechpartner/in richtig raussuchst und richtig schreibst – wenig ist im Bewerbungsprozess peinlicher, als direkt den falschen Namen an den Anfang zu setzen!

Gehalt

Während der Ausbildung

Das durchschnittliche Bruttogehalt für Azubis in der IT-Systemelektronik kann sich durchaus sehen lassen, finden wir, auch wenn du damit keine Weltreise wirst planen können. Es hängt natürlich davon ab, in welcher Branche, welchem Betrieb, in welchem Bundesland und welcher Region du beschäftigt bist, aber laut den Angaben der Agentur für Arbeit zu den durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen kannst du bereits im ersten Ausbildungsjahr mit einem Bruttoverdienst zwischen 700 und 1.050 Euro rechnen. Da das Ausbildungsgehalt pro Ausbildungsjahr steigt, hast du zum Ende deiner Ausbildung dann monatlich eine Gehaltsabrechnung über Beträge zwischen etwa 850 bis hin zu fast 1.200 Euro brutto in den Händen.

Beachte bitte: Diese Angaben der Agentur für Arbeit orientieren sich an den tarifvertraglichen Regelungen, du hast also deshalb leider keinen generellen Anspruch auf eine Vergütung in den genannten Rahmen. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten in den Bundesländern unterschiedlich hoch, was sich auf die (Ausbildungs-)Gehälter im Land niederschlagen kann, wodurch sich auch innerhalb einer Tarifregelung Spannen ergeben können.

Sicher ist aber eines: Dir steht laut dem Berufsbildungsgesetz § 17 eine Mindestvergütung von

  • 585 Euro Bruttomonatsgehalt im ersten Ausbildungsjahr,
  • 690,30 Euro Bruttomonatsgehalt im zweiten Ausbildungsjahr,
  • 789,75 Euro Bruttomonatsgehalt im dritten Ausbildungsjahr und
  • 819 Euro Bruttomonatsgehalt im vierten Ausbildungsjahr

zu, wenn du deine Ausbildung im Jahr 2022 beginnst. Die Mindestvergütung für Auszubildende wurde 2020 eingeführt. Der Betrag, der dir im ersten Ausbildungsjahr zusteht, erhöht sich jedes Jahr. Wenn du deine Ausbildung also erst 2023 beginnst, erhältst du mehr Geld als jetzt. Während deiner Ausbildung bekommst du außerdem nicht jedes Jahr das gleiche Gehalt. So kannst du dich in deinem zweiten, dritten und vierten Jahr über mehr Geld freuen. Als Grundlage für die Berechnung dient das Gehalt deines ersten Ausbildungsjahres. Folgende Prozentsätze, die auch im Berufsbildungsgesetz festgelegt wurden, werden je nach Lehrjahr, in dem du dich befindest, hinzuaddiert:

  • für das zweite Jahr: 18 Prozent
  • für das dritte Jahr: 35 Prozent
  • für das vierte Jahr: 40 Prozent

Nach der Ausbildung

Auch nach der Ausbildung gilt, dass Gehälter je nach Branche, Unternehmen, Standort, deiner Berufserfahrung und ein wenig nach deinem Verhandlungsgeschick unterschiedlich ausfallen können. Es ist ja auch einleuchtend, dass du direkt nach der Ausbildung nicht so viel verdienen wirst wie jemand, der 20 Jahre Berufserfahrung und diverse Weiterbildungen hinter sich hat. Weiterbildungen sind übrigens oft eine gute Idee, dazu im nächsten Punkt noch mehr.

Das durchschnittliche Gehalt von IT-Systemelektroniker/innen fällt jedenfalls nicht schlecht aus. Die Agentur für Arbeit gibt als Orientierung eine Spanne von 3.057 bis 3.516 Euro monatlich an, Gehalt.de verortet die Hälfte der Gehälter im Bereich zwischen 2.864 und 3.797 Euro (Stand jeweils 06/21).

Brutto und netto

Wenn wir sagen, dass du eine Gehaltsabrechnung über einen Bruttobetrag bekommst, heißt das (leider) nicht, dass du diesen Betrag in der Tasche hast. Von deinem Bruttogehalt werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Je nach deinen Lebensumständen (ob du zum Beispiel ledig bist oder Kinder hast), landest du in einer anderen Steuerklasse. Deshalb sind Gehaltsangaben immer Bruttobeträge – was netto rauskommt, ist individuell unterschiedlich.

Karrierechancen als IT-Systemelektroniker/in

IT und Technik sind Berufsbereiche, in denen man immer auf dem Laufenden bleiben muss. Dass deine Gehaltsaussichten im Beruf nicht schlecht sind, weißt du ja schon. Aber du hast darüber hinaus viele Optionen, deine Kompetenzen noch auszubauen und (noch) verantwortungsvollere Positionen zu übernehmen. Solltest du eine Stelle bei einem global agierenden Unternehmen finden, siehst du im Beruf vielleicht sogar etwas von der Welt, indem du an verschiedenen Standorten arbeiten kannst.

Es gibt Weiterbildungen in vielen Richtungen, zum Beispiel zum/r IT-Berater/in oder IT-Projektleiter/in. Es gibt außerdem sogenannte Aufstiegsfortbildungen, durch die du ein höheres Qualifikationsniveau erlangst und dich in die Nähe von Führungspositionen arbeitest. Naheliegend wäre für dich da etwa der/die Industriemeister/in Elektrotechnik oder der/die Staatlich Geprüfte Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik.

Apropos Elektrotechnik: Das kann man natürlich auch studieren! So wie zum Beispiel ebenso Ingenieurwesen oder Informatik und viele weitere Studiengänge, die zu deinen Kenntnissen und Interessen passen. Ob du nun neben deinem Beruf studieren willst oder dich ganz ins Unileben stürzen möchtest – Optionen gibt es viele. Unter Umständen kannst du sogar ohne Abi studieren, lies dazu gerne unseren Artikel „Studieren ohne Abitur“ auf unserem Partnerportal Das-Richtige-studieren.de.

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