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Physiotherapeut/in Ausbildung

Rückenschmerzen, Nackenspannen, Unbeweglichkeit – die Physiotherapie ist viel mehr als nur Rückenmassage und Einrenken. Sie hilft Menschen jeden Alters und bei fast jeder Mobilitätseinschränkung die Funktionsfähigkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. In deiner Physiotherapeut/in Ausbildung lernst du alles über den Bewegungsapparat des Menschen und wie du ihn behandelst. Lese diesen Artikel, um Ausbildungsanbieter zu finden und dich über Dauer, Ablauf, Gehalt zu informieren.

Physiotherapeut/in: Der Beruf im Überblick

Aristoteles sagte: „Das Leben besteht in der Bewegung“ und dieses Zitat können wir auch auf die Physiotherapie beziehen. Denn dieser Beruf richtet sich danach, die Mobilität des ganzen Körpers oder Teilbereiche davon wieder herzustellen, zu verbessern oder aufrecht zu erhalten.

Mit vielen Techniken und Behandlungsmöglichkeiten sowie mit, als auch ohne Hilfsmittel, setzt ein/e Physiotherapeut/in das medizinische Wissen in der individuellen Behandlung um. Die drei großen Teilbereiche der Physiotherapie sind die Prävention, die Behandlung und die Rehabilitation. Bei fast jeder Funktionseinschränkung und für Menschen jeden Alters kann diese wichtige Arbeit eingesetzt werden.

Die Physiotherapie ist der Oberbegriff für alle aktiven und passiven Therapien. Sicherlich hast du schon von Krankengymnastik, medizinischer Massage, manueller Therapie und Lymphdrainage gehört. Das alles sind Therapieformen, die zu deinem Beruf gehören – natürlich neben vielen weiteren.

Wenn du empathisch bist, gut in Biologie aufgepasst hast und effektiv organisieren kannst, könnte diese Ausbildung das Richtige für dich sein. Du fragst dich, wofür du diese Talente brauchst? Dann lies weiter.

Physiotherapeut/in Ausbildung

Prävention & Rehabilitation

Ausbildung zum Physiotherapeuten auf einen Blick

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsform

schulische Ausbildung

Erforderlicher Schulabschluss

mittlere Reife

Ausbildungsgehalt

keins oder Vergütung nach Tarif

Ausbildungsinhalte: Was lerne ich während der Physiotherapeut/in Ausbildung?

Während deiner dreijährigen schulischen Ausbildung erlernst du das nötige Handwerkszeug, um Patienten individuell nach ihrem Krankheitsbild zu behandeln. Du absolvierst circa 2.900 Stunden theoretischen sowie praktischen Unterricht an der Berufsschule. Zusätzlich absolvierst du mehrere Praktika in Kliniken, Reha-Einrichtungen, Krankenhäusern und lernst so direkt an den Patienten.

Nach deiner Ausbildung kannst du nicht nur gleich im Job durchstarten, du darfst sogar direkt eine eigene Praxis gründen.

Das gehört zu deinem Arbeitsalltag

Damit du ein besseres Bild davon bekommst, was im Arbeitsalltag auf dich zukommen könnte, stellen wir vier konkrete Beispiele aus der Praxis vor:
Stell dir vor, deine Patientin hat eine rheumatische Erkrankung. Du führst mit ihr eine Kryotherapie durch, auch als Kältetherapie bezeichnet. Sie wirkt entzündungshemmend und wird mit vielen Gegenständen durchgeführt. In diesem Fall machst du eine Gel-Packung bei Temperaturen um die -20 Grad.
Ein junger Mann hatte einen Autounfall, wobei der Nacken stark beansprucht wurde und die Muskulatur verkrampfte. Nun bekommt er von dir Massagen, damit er seinen Kopf wieder normal bewegen kann.
Eine online Redakteurin sitzt den ganzen Tag am Schreibtisch, ihre Faszien sind verklebt und vor allem der untere Rücken schmerzt. Nun bekommt sie von dir eine Triggerpunkt-Therapie, damit sich die Muskulatur lockert. Außerdem machst du mit ihr Übungen, um weiteren Schmerzen vorzubeugen.
Ein Sportler hat sich eine Verletzung zugezogen, du als Sportphysiotherapeut/in erstellst einen Rehabilitationsplan und bringst den Sportler wieder zurück zu seiner Spitzenleistung.

Außerdem bist du auch hier als Experte/in gefragt:

  • Psychologie (bei endogenen Psychosen)
  • Innere Medizin
  • Orthopädie
  • Arbeitsmedizin
  • Frauenheilkunde (bei Endometriose-Schmerzen und zur Rückbildung nach der Geburt)
  • Chirurgie
  • Traumatologie
  • Geriatrie
  • Neurologie
  • Kinderheilkunde

Das lernst du in der Berufsschule

In der Schule hast du praktischen und theoretischen Unterricht. In deinen 1.600 Stunden Praktika kannst du das erlernte Wissen an den Patienten üben. Wann die Praktika durchgeführt werden, ob am Ende der Ausbildung, an einem Stück oder wochenweise während der Ausbildung, ist organisatorisch den Berufsschulen überlassen.

Folgende Fächer erwarten dich:

Fachpraktischer Unterricht

  • Erste Hilfe
  • Bewegungserziehung
  • Physikalische Therapie
  • Befunderhebung
  • Behandlungstechniken
  • Anwendungen
  • Massage

Theorie

  • Physikalische Therapie (Theorie)
  • Anwendungen (Theorie)
  • Anatomie
  • Physiologie
  • Krankheitslehre
  • Prävention
  • Rehabilitation
  • Trainings- und Bewegungslehre
  • Evidenzbasiertes Arbeiten

Allgemeinbildende Fächer, aber fachbezogen auf die Physiotherapie:

  • Berufs- und Staatskunde
  • Politik und Gesellschaft
  • Physik

Voraussetzungen: Was muss ich für die Physiotherapeut/in Ausbildung mitbringen?

Schulabschluss in der Tasche? Traumjob in der Physiotherapie als Ziel? Dann hast du bereits zwei wichtige Voraussetzungen erfüllt. Doch das alleine reicht nicht aus, denn bei dieser Ausbildung solltest du neben formalen Voraussetzungen auch eine ganze Reihe an persönlichen Talenten und social skills mitbringen. Auf was kommt es also im Detail an?

Formale Voraussetzungen

Um eine Physiotherapeut/in Ausbildung beginnen zu können, benötigst du mindestens die Mittlere Reife, also deinen Realschulabschluss. Einige Ausbildungsanbieter verlangen ein Abitur. Alternativ kannst du einen Hauptschulabschluss samt einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung mitbringen.

Bis vor Kurzem war es außerdem Pflicht, bei Ausbildungsbeginn mindestens 17 Jahre alt zu sein, diese Regelung wurde aber inzwischen aufgehoben.
Einige Schulen führen Eignungstests durch, in denen verschiedene Fähigkeiten geprüft werden, die während deiner Physiotherapeut/in Ausbildung wichtig sind: Beispielsweise Allgemeinbildung, deine körperliche Fitness, dein Umgang mit Menschen oder auch deine Motorik.

Auch eine ärztliche Bescheinigung über deine körperliche und psychische Eignung kann von der Berufsschule verlangt werden.

Ein vorab geleistetes Praktikum ist keine Pflicht, aber gerne gesehen. Außerdem ist es auch für dich persönlich empfehlenswert, um bereits in den Beruf hineinzuschnuppern.

Welche Schulfächer sind wichtig?

  • Deutsch
  • Biologie
  • Sport

Persönliche Voraussetzungen

Empathie, Freundlichkeit, Feinfühligkeit – wohl die drei großen Eigenschaften, welche du mitbringen solltest, sowohl psychisch als auch körperlich gegenüber deinen Patienten. Zu dir kommen Menschen mit Schmerzen und den verschiedensten Problemen. Du musst wissen, wie du deine Patienten anfassen kannst, ohne ihnen weitere Schmerzen zu bereiten. Dazu gehört viel Feingefühl und natürlich das nötige Handwerkszeug, welches du während deiner Physiotherapeut/in Ausbildung erlernst.

Du solltest ein gutes Fitnesslevel haben und auch während der Berufsausübung darauf achten, dieses zu halten, denn dein Beruf wird oft anstrengend sein.

Die Termine in einer Physiotherapie Praxis sind eng getaktet und dich erwarten jeden Tag viele Patienten – behalte daher deine Organisation im Auge. Achte auf Ordnung und Sauberkeit. Auch Pünktlichkeit kannst du dir dick hinter die Ohren schreiben.

Eine Patientin macht Schulterübungen während sie ein Physiotherapeut stützt

Wie läuft die Physiotherapeut/in Ausbildung ab?

In 2.900 theoretischen und 1.600 praktischen Stunden absolvierst du deine dreijährige Physiotherapeut/in Ausbildung. Du besuchst dazu eine staatliche oder private Berufsschule oder eine Bildungseinrichtung einer Klinik, eines Reha-Zentrums. erkundige dich dazu, welche Einrichtungen in deiner Nähe oder an deinem gewünschten Ausbildungsort eine Physiotherapeut/in Ausbildung anbieten.

Während deiner Ausbildung erwarten dich sehr viele Inhalte zum menschlichen Körper und verschiedenen Behandlungsformen, daher geben wir dir hier eine zusammengefasste Übersicht. Noch genauer kannst du dich in den Rahmenlehrplänen der einzelnen Bundesländer informieren, wie beispielsweise hier in der empfehlenden Ausbildungsrichtlinie für die staatlich anerkannten Physiotherapieschulen in NRW.

Praktisch und theoretisch lernst du den Bewegungsapparat des Menschen kennen, den Aufbau der Organe, das Nerven- und Lymphsystem. Denn diese Themen begegnen dir Tag täglich im Beruf. Auch Krankheit-, Bewegungs- und Trainingslehre, Ursachen von Krankheit, die Grundlagen der Hygiene, Erste Hilfe, Psychologie, Pädagogik und Soziologie gehören zu den Unterrichtsinhalten. Du lernst Körperstellungen zu analysieren, den Menschen zu untersuchen und ihm Tipps für den Alltag mitzugeben, wie Übungen oder Dos and Don’ts.

Neben all dem Wissen kommt es letztendlich darauf an, die Richtige und individuell passende Therapie herauszusuchen. Das lernst du:

Elektro-, Hydro-, Kälte-, Wärme- und Lichttherapie

Krankengymnastik, wie manuelle Therapie, neurophysiologische Behandlungen, etc.

Massage

Strahlenheilkunde

Entspannungs- und Entlastungsübungen – dazu gehört auch Prävention und Rehabilitation

Bewegungserziehung

Und vieles mehr In deinen Praktikaphasen darfst du an den Patienten arbeiten und lernst viele Fachbereiche kennen, in denen du später im Job arbeiten kannst.

Abschlussprüfung

Am Ende deiner Ausbildungszeit ist die letzte Hürde zu meistern: Die Abschlussprüfung. Doch keine Sorge, mit genug Vorbereitung und Fleiß schaffst du das. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Hier liest du das Wichtigste zusammengefasst und in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten findest du die konkreten Infos.

Die schriftliche Prüfung:

Geprüft wird hier in vier Fächern an zwei Tagen. Für das erste Fach hast du 45 Minuten Zeit, für das zweite 90 Minuten, für das dritte 180 Minuten und für das vierte wieder 90 Minuten.

  1. Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Psychologie, Pädagogik, Soziologie
  2. Angewandte Physik und Biomechanik, Trainingslehre, Bewegungslehre
  3. Prävention und Rehabilitation, methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten
  4. Spezielle Krankheitslehre

Die mündliche Prüfung:

Du wirst vor einem Prüfungsausschuss einzeln oder mit bis zu fünf anderen Azubis geprüft und hast höchstens 30 Minuten Zeit für die Fächer Anatomie, Physiologie und spezielle Krankheitslehre.

Die praktische Prüfung:

In diesem letzten Teil wird dir die ganze Bandbreite deines erlernten Wissens abverlangt, denn die praktische Prüfung besteht aus mehreren Teilen und Fächergruppen. Daher ist sie ziemlich komplex.

Erste Gruppe:

  1. Du musst mindestens drei krankengymnastische Behandlungstechniken an einem Probanden durchführen und erklären
  2. Du machst eine krankengymnastische Gruppenbehandlung mit mindestens sechs Teilnehmern

Zweite Gruppe:

  1. Du führst eine Massagetherapie mit mindestens einer Methode durch
  2. Du führst an einem Probanden mindestens einer dieser Behandlungen durch: Elektro-, Licht- und Strahlentherapie

Dritte Gruppe:
Hier musst du eine methodische Physiotherapie durchführen.

  1. An einen Patienten aus dem Fachgebieten Chirurgie oder Orthopädie
  2. an einem Patienten aus den medizinischen Fachgebieten Innere Medizin, Neurologie, Gynäkologie oder Pädiatrie

Du musst eine Befunderhebung durchführen, einen Therapieplan erstellen und Behandlungsziele sowie Behandlungsschwerpunkte festlegen. Auf dieser Grundlage musst du die passende Behandlungstechnik anwenden.

Wie bewerbe ich mich für eine Physiotherapeut/in Ausbildung?

Für dich steht fest: Physiotherapie ist dein Ding! Dann geht es nun ans Bewerbungsschreiben.

In die Mappe gehört:

  • Dein Anschreiben
  • ein lückenloser Lebenslauf
  • ein professionell geschossenes Bild von dir
  • dein aktuelles Schulzeugnis und wenn du einen Hauptschulabschluss hast, zusätzlich der Nachweis deiner zweijährigen Berufsausbildung.
  • Falls von der Berufsschule gewünscht auch den Nachweis über die physische und psychische Eignung für den Beruf des Physiotherapeuten
  • und gegebenenfalls ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis

Alles rund um die Bewerbung kannst du auch in unserem Bewerbungs-Ratgeber nachlesen.

Du hast ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (kurz FSJ) gemacht? Die Nachweise und Zeugnisse bitte auch in die Mappe packen.

Beim Bewerbungsgespräch zeigst du dich von deiner besten Seite, kommst ordentlich gekleidet und bist über die Schule informiert. Je nachdem welche Trägerschaft vorliegt, solltest du wissen, welcher Leitgedanke die Einrichtung durch den Alltag trägt. Zu diesem Thema kannst du noch genaueres in unserem Vorstellungsgespräch Ratgeber nachlesen.

Gehalt: Was verdiene ich während und nach der Ausbildung?

Die Physiotherapeut/in Ausbildung ist schulisch, was bedeutet, du erhältst normalerweise keine Ausbildungsvergütung. In den letzten Jahren hat sich hier aber einiges geändert. Wenn du eine Berufsschule besuchst, welche im öffentlichen Dienst eingegliedert ist, wie ein kommunales Krankenhaus oder eine Uniklinik, wirst du nach Tarif vergütet. Der Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst, kurz TVAöD, regelt nach bestimmten Vorgaben deine Vergütung. Auch Azubis der Ergotherapie sowie der Logopäde fallen unter diese Regelung. Zu erwähnen ist noch, dass Ausbildungsplätze zum Physiotherapeut/in im öffentlichen Dienst sehr rar sind.

Was du unbedingt beachten solltest: je nach Bundesland fällt an privaten Physiotherapie-Schulen ein monatliches Schulgeld an. Rechne hier mit 200 Euro bis 500 Euro. Erst kürzlich wurde rückwirkend zum 01. Januar 2021 das Schuldgeld für Ausbildungen in den Gesundheitsberufen in NRW abgeschafft.

Während der Ausbildung

Je nach Arbeitgeber, Träger und Einrichtung kann sich deine tarifliche Mindestvergütung nach oben hin verändern. Laut TVAöD erhältst du ab April 2022 im Durchschnitt folgende Vergütung:

  1. Ausbildungsjahr: 1068,26 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 1118,20 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 1227,59 Euro

Die guten Nachrichten sind: Dir steht laut dem Berufsbildungsgesetz § 17 eine Mindestvergütung von

  • 585 Euro Bruttomonatsgehalt im ersten Ausbildungsjahr,
  • 690,30 Euro Bruttomonatsgehalt im zweiten Ausbildungsjahr,
  • 789,75 Euro Bruttomonatsgehalt im dritten Ausbildungsjahr und
  • 819 Euro Bruttomonatsgehalt im vierten Ausbildungsjahr

zu, wenn du deine Ausbildung im Jahr 2022 beginnst. Die Mindestvergütung für Auszubildende wurde 2020 eingeführt. Der Betrag, der dir im ersten Ausbildungsjahr zusteht, erhöht sich jedes Jahr. Wenn du deine Ausbildung also erst 2023 beginnst, erhältst du mehr Geld als jetzt. Während deiner Ausbildung bekommst du außerdem nicht jedes Jahr das gleiche Gehalt. So kannst du dich in deinem zweiten, dritten und vierten Jahr über mehr Geld freuen. Als Grundlage für die Berechnung dient das Gehalt deines ersten Ausbildungsjahres. Folgende Prozentsätze, die auch im Berufsbildungsgesetz festgelegt wurden, werden je nach Lehrjahr, in dem du dich befindest, hinzuaddiert:

  • für das zweite Jahr: 18 Prozent
  • für das dritte Jahr: 35 Prozent
  • für das vierte Jahr: 40 Prozent

Nach der Ausbildung

Nach deiner Physiotherapeut/in Ausbildung erhältst du zunächst ein Einstiegsgehalt, welches im Laufe deiner Karriere und mit gesammelter Berufserfahrung steigt. Natürlich kommt es dabei auch darauf an, in welchem Bundesland du arbeitest und ob du im öffentlichen Dienst oder in einer privaten oder staatlichen Einrichtung tätig bist. Das Gehalt hängt also von einigen Faktoren ab. Im Durchschnitt erhältst du 2.835 Euro brutto pro Monat, wie uns gehalt.de verraten hat. Von dieser Zahl kann dein Gehalt abweichen, je nachdem, ob du Berufseinsteiger bist oder schon viele Berufsjahren hinter dir hast.

Brutto und netto erklärt: Du hast diese zwei Wörter schon oft gehört, aber nie verstanden? Hier ganz einfach zu merken. Dein Arbeitgeber zahlt dir dein Bruttogehalt. Auf deinem Konto landet das Nettogehalt, nachdem ca. 20 % vom Bruttogehalt für Sozialleistungen und Steuern abgezogen wurden. Dazu kommen nochmal zusätzlich 14 % bis 42 % Einkommenssteuer abhängig vom Gehalt. Bei einem mittelguten Verdienst kann man sagen, dass etwa ein Drittel vom Bruttobetrag abgeht für Sozialleistungen und Steuern.

Welche Karrieremöglichkeiten habe ich nach der Ausbildung?

Nach deiner Physiotherapeut/in Ausbildung hast du viele Einsatzmöglichkeiten, was den Schwerpunkt deiner Arbeit und auch mögliche Einrichtungen betrifft.

  • Gynäkologie
  • Psychiatrie
  • Innere Medizin
  • Geriatrie
  • Neurologie
  • Unfallheilkunde
  • Chirurgie
  • Pädiatrie
  • Sportmedizin
  • Kindermedizin

Das sind Fachbereiche, in denen du arbeiten kannst. Einen Arbeitsplatz kannst du hier finden:

  • In einer Physiotherapie Praxis als Angestellte/r oder Freiberufler/in
  • Krankenhaus, Klinik, Tagesklinik, Fachkrankenhaus
  • Kurz- und Reha-Zentrum
  • Rehabilitation
  • Geriatrische Einrichtung
  • Als Lehrer/in an einer Physiotherapie Schule

Dein Arbeitsplatz kann in einer ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtung sein. Du hast genügend Motivation und willst die Karriereleiter noch weiter hochklettern? Wie wäre es mit einer Weiterbildung?

Weiterbildungsmöglichkeiten

Ein bestimmter Fachbereich der Physiotherapie gefällt dir besonders gut? Dann mach eine Weiterbildung und spezialisier dich. Wenn du beispielsweise am liebsten mit älteren Menschen arbeitest, lohnt eine Demenz-Fortbildung. Du willst mit Sportlern arbeiten und sie im Leistungssport unterstützen sowie ihre Sportverletzungen therapieren? In diesem Bereich hast du zahlreiche Möglichkeiten.

Auch auf bestimmte Krankheiten kannst du dich spezialisieren, wie beispielsweise Parkinson, Multiple Sklerose, Ataxie oder Spastik.

Und natürlich gibt es zahlreiche Therapiemethoden in denen du dich fortbilden kannst, wie die Manuelle Therapie, Taping, Faszien-Therapie, Lymphdrainage und viele mehr.

0 Freie Ausbildungsplätze für eine Physiotherapeut/in Ausbildung

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